Planungen

Maßnahmenplan

Hauptziel des Maßnahmenplans war es, ein mit allen Beteiligten abgestimmtes Maßnahmenkonzept für einen innovativen, kooperativen Entwicklungsprozess mit umsetzbaren Vorschlägen zu entwickeln, die eine qualitätsvol-le Entwicklung des im Projektverlaufs verifizierten Flächenpotenzials in einem Zeitraum von 3-10 Jahren ermöglichen.

Dazu enthält das Konzept Vorschläge zur Aktivierung und Aufwertung von Brachflächen, Leerstand, Baulücken oder untergenutzten Flächen, beleuchtet Problemlagen, zeigt Maßnahmen zur Steigerung der ökologischen Wer-tigkeit, Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Gebietes und bietet nicht nur Mitwirkungsmöglichkeiten, sondern ebnet und gestaltet die Strukturen zur verantwortlichen Übernahme eines nachhaltigen Gewerbegebietsmanage-ments durch die angesiedelten Unternehmen und FlächeneigentümerInnen. Das Maßnahmenkonzept weist dazu abgestufte Entwicklungsszenarien und Handlungsempfehlungen auf.

Maßnahmen Flächen gewinnen
Aus den Ergebnissen speisen sich die städtebaulichen Potenziale und Maßnahmen zur Gewinnung von Flächen und Aufwertung des Quartiers durch Vorschläge zur Aufstockung, Nachverdichtung, zum Neubau, zur Aktivierung minderbebauter Flächen, Einrichtung von Parkhäusern, Aktivierung von Leerständen und Brachflächen. Wichtiges Kriterium war u.a. die Ausnutzung der bestehenden planungsrechtlichen Vorgaben:

Maßnahmen private Flächen aufwerten
Für die Entwicklung des Gewerbequartiers Grünwinkel gilt es vorrangig, neben eine möglichen baulichen Nach-verdichtung im Rahmen der BauNVO, auf den privaten Flächen zu prüfen und abzuwägen, inwiefern die beste-hende Flächenversiegelung benötigt wird oder ob sie zugunsten einer ökologischen, nachhaltigen Flächenent-wicklung zurückgebaut werden könnte. Versiegelte, ungenutzte Flächen und für gewerbliche Nutzungen ungeeig-nete Flächen sind grundsätzlich zu entsiegeln. Entsiegelte Flächen erhöhen den Grünanteil und verringern zusätz-lich die klimatischen Belastungen im Quartier:

Maßnahmen öffentliche Flächen aufwerten
Für eine nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung ist der Gestaltung des öffentlichen Raums eine bedeutende Rolle beizumessen. Der öffentliche Raum soll die Leistungsfähigkeit besitzen, als funktionales Rückgrat bestehen zu können, darüber hinaus aber auch eine nachhaltige und ökologische Grünflächengestaltung integrieren. Ziel soll es sein, ein Netzwerk grüner Verbindungen zu entwickeln und dabei klar ablesbare Räume mit unterschiedli-chen Funktionen und Qualitäten zu etablieren:

REGEKO Maßnahmenplan 2017

Städtebaulicher Rahmenplan

Der hier vorliegende städtebauliche Rahmenplan wurde aufbauend auf dem im Projekt REGEKO erstellten Masterplan erarbeitet. Im Zuge der Erarbeitung wurden in mehreren Betiligungsveranstaltungen unter Einbezug von Grundstückseigentümern und -eigentümerinnen sowie der Öffentlichkeit Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert. Anregungen aus den Veranstaltungen wurden in die Bearbeitung aufgenommen. Der Rahmenplan dient als Grundlage für die langfristige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Gewerbegebiets. Er beinhaltet die Vision eines dichten und multifunktionalen Gewerbegebiets welches eng mit den Nachbarquartieren verknüpft ist,eine hohe Aufenthaltsqualität
bietet und auf umweltfreundliche Verkehre optimiert ist. Hauptbestandteile des Rahmenplans sind vier unterschiedliche Strukturbereiche, die sich in Körnung, Dichte und Nutzung unterscheiden und jeweils über das heutige Baurecht hinausgehen. In der Folge sind dahin gehend Anpassungen erforderlich.

Im Ergebnis ensteht ein Gebiet mit einer höheren Dichte und gleichzeitigen Verbesserungen in der Qualität der öffentlichen Räume, einer geringeren Flächenversiegelung und einer Optimierung des Erschließungs und Freiflächensytems. Kern der infrastrukturellen Optimierung ist der Umbau zu einem System aus Erschließungsringen und einer verbesserten An- und Durchbindung für den Rad- und Fußverkehr.
Der Haltepunkt Karlsruhe West wird zu einem multimodalen Mobilitätsknoten erweitert. Neben Aussagen zur städtebaulichen Struktur trifft der Rahmenplan auch Aussagen zu wichtigen städtebaulichen Setzungen wie Hochpunkten und räumlichen Kanten sowie der angestrebten Nutzungszusammensetzung und Verteilung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden in Vertiefungen konkretisiert und hinsichtlich Umsetzungshorizont und Aufwand bewertet.

REGEKO Städtebaulicher Rahmenplan 2018

Ein Projekt der
Stadt Karlsruhe

Ein Projekt der
Karlsruher Fächer GmbH

Durchführung

Gefördert durch das Ministerium für Verkehr
und Infrastruktur Baden-Württemberg

Gefördert im Rahmen des Forschungsprogramms
"Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)"